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Wein aus der Region –
Natürlich zum Genießen!

Qualitätsmerkmale

 

Bei der Qualitätsdefinition gibt es innerhalb Europas große Unterschiede. In den romanischen Ländern wird die Qualität weitgehend von der Herkunft abgeleitet. Je nach Ursprungsbezeichnung gelten unterschiedliche Qualitätsnormen. Regionale Organisationen befinden darüber, ob ein Wein die für die Bezeichnung verbindlichen Vorschriften erfüllt.

 

In Deutschland wird die Weinqualität im Glas geprüft. Die Kriterien sind weitgehend einheitlich. Sie unterscheiden beispielsweise nach Güteklassen der Weine.

 

Güteklassen

Wir alle kennen diese Begriffe: Kabinett, Spätlese, Auslese.

 

Für viele ist die Güteklasse eines Weines die wichtigste der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auf einem Weinetikett. In kaum einem anderen Land gibt es so viele verschiedene Qualitätsstufen wie in Deutschland.

 

Im wesentlichen wird zwischen folgenden Güteklassen und Qualitätsstufen unterschieden:

 
Tafelwein
Deutscher Tafelwein muss ausschließlich aus deutschem Lesegut zugelassener Rebflächen und Rebsorten stammen. Meist handelt es sich um Weinberge mit Erträgen, die über dem zugelassenen Hektarhöchstertrag für Qualitätswein liegen. Da nur geringe Qualitätsanforderungen gestellt werden, dürfen Tafelweine in größerer Menge je Hektar als Qualitätsweine produziert werden.

 

Landwein

Der Deutsche Landwein ist eine gehobene Stufe des Tafelweins. Beim Landwein muss auch die Landschaft, aus der die Trauben stammen, auf dem Etikett angegeben sein. Landwein ist stets trocken oder halbtrocken.

 

Qualitätswein

Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) ist die größte Gruppe deutscher Weine. Qualitätsweine müssen zu 100% aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete stammen. Für jeden Qualitätswein sind, unterschiedlich nach Rebsorte und Anbaugebiet, untere Grenzwerte beim natürlichen Alkoholgehalt festgelegt. Das Mindestmostgewicht liegt je nach Gebiet zwischen 50 und 72 Grad Oechsle.

 

Qualitätsweine mit Prädikat

Für Qualitätsweine mit Prädikat gelten die höchsten Anforderungen hinsichtlich Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Bei diesen Weinen darf kein Zucker zugesetzt werden. Es gibt sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet.

 

Qualitätsstufen

Prädikate in aufsteigender Reihenfolge

 

Kabinett

feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt


Spätlese

reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden 


Auslese

edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beeren werden ausgesondert


Beerenauslese

volle fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren; der Botrytispilz (Edelfäule) trägt mit zur Qualität bei; solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden und sind über Jahrzehnte lagerfähig


Trockenbeerenauslese

aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide, süß und honigartig ist sie von extremer Alterungsfähigkeit über viele Jahrzehnte


Eiswein

Die werden in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird

 

Jeder deutsche Wein muss mit einer dieser Qualitätsbezeichnungen deklariert werden.

 

Seit dem Jahrgang 2000 dürfen Weine auch mit den Begriffen "Classic" und "Selection" bezeichnet werden.

 

Der Begriff "Classic" signalisiert, dass es sich um einen Wein aus einer klassischen, gebietstypischen Rebsorte handelt, der einem gehobenen Qualitätsanspruch genügt, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt.

Die neue trockene Spitzenklasse der deutschen Weine wird durch den Begriff "Selection" gekennzeichnet. Ausgewählte Standorte, geringer Ertrag und Handlese sind Garanten der überragenden Qualität dieser Weine. Selectionsweine dürfen frühestens am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres abgefüllt werden. Sie haben mindestens 12,2 % vol natürlichen Alkoholgehalt bzw. Auslesemostgewicht, der Hektarertrag ist auf 60 hl/ha begrenzt.

 

Sortenbeschreibungen Weißweine
 

Riesling

Sie ist eine der besten und wichtigsten Weißweintrauben. Der Riesling ist eine langsam reifende Sorte, die zuviel Hitze nicht verträgt. Der Geschmack zeichnet sich durch vielfältige fruchtige Aromen, wie Grapefruit, Limone, Zitrone, Apfel, Pfirsich und Passionsfrucht, aus. Ganz Typisch ist dabei seine herzhafte Säure und der Pfirsichduft. Die Farbe kann von blass-gelb mit Grünstich bis goldgelb reichen. Der Riesling passt hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten, Muscheln, Austern und Hummer.

 

Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist eine sehr ertragsreiche Sorte und war aus diesem Grund in der Vergangenheit oft ein Problem. Die Sorte stellt an Klima und Bodenbeschaffenheit relativ geringe Ansprüche. Aus Marketinggründen wird der Müller-Thurgau auch unter dem Namen Rivaner vermarktet. Die Rebe geht auf eine Kreuzung aus Riesling und Gutedel zurück. Der Wein ist blaß- bis hellgelb, mit einem Geschmack milder Säure und etwas Muskat-Aroma. Passend zu Speisen wie Süßwasserfisch, Braten vom Schwein.

 

Kerner

Die Sorte geht auf eine Kreuzung von rotem Trollinger und weißem Riesling zurück. Geschmacklich erinnert der Kerner an den Riesling. Der Geschmack ist durch eine milde bis rassige Säure mit einem mittleren bis kräftigen Körper geprägt. Die Weine haben einen hohen Zuckergehalt und gute Säure. Der Wein ist hellgelb bis strohgelb, die Aromen erinnern an Birne, grüner Apfel, schwarze Johannisbeere, Aprikose, schwarze Johannisbeere, Muskat. Passend zu Essen wie Braten oder Steaks von Kalb, Schwein oder Lamm, würziger Käse.

 

Grauburgunder

Der Grauburgunder wird in Baden Ruländer, in Frankreich Pinot Gris und Pinot Grigio in Italien genannt. Die Sorte ist eine Mutation des Spätburgunders. Der Grauburgunder liefert säurearme, aber körper- und extraktreiche Weißweine mit einem in der Regel eher hohen Alkoholgehalt. Die Haut der Beeren ist rötlich bis rot gefärbt, die gekelterten Weine besitzen meistens eine kräftige goldgelbe Farbe, bei sehr guten Qualitäten kann man manchmal auch leichte Brauntöne wahrnehmen. Je nach Erntezeitpunkt und Reifegrad liefert der Grauburgunder leichte, spritzige Weine mit feinrassiger Säure bis hin zu gehaltvollen, öligen Weinen. Die Aromen erinnern an Birne, Honig, Ananas, Grapefruit, Liebstöckel, grüne Bohne. Passend ist der Grauburgunder zu gebratenem Seefisch, hellem Fleisch und sehr reifem Käse. Edelsüß auch als Aperitif oder zum Dessert .

 

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist trotz seiner rötlich gefärbten Beeren eine Weißweinsorte. Die Rebe stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden, letzterer soll leicht erwärmbar, tiefgründig und nicht zu trocken sein. Der Gewürztraminer ist säurearm und reift bei eher niedrigen Erträgen mittelspät. Er zeichnet sich durch hohen Alkohol und geringe Säure aus. Die intensiven Aromen Rose, Lychee, Bitterorange und Marzipan sind sortencharakteristische Geschmacks- bzw. Geruchsnoten. Er eignet sich hervorragend zu Terrinen, hellem Fleisch und würzigem Käse oder Edelsüß als Dessert- oder Aperetifwein.

 

Weinarten

 

Weißherbst

Als Weißherbst bezeichnet man nach deutschem Weinrecht ausschließlich Roséwein, welcher zu 100% aus einer roten Rebsorte gekeltert wurde. Die Weintrauben müssen neben der einheitlichen Sorte, zusätzlich aus einer Lage stammen. Es wird das selbe Verfahren wie bei der Herstellung von Weißwein angewendet, dabei wird der Most vor der Gärung von den Trauben abgepresst, so dass sich die rote Färbung der Beeren nur als leichte Rosafärbung des Weines bemerkbar macht.

 

Schillerwein
Schillerwein ist eine württembergische Spezialität. Er entsteht durch das gemeinsame Pressen von Weiß- und Rotweintrauben oder deren Maischen. Man nimmt an, dass der Wein nicht nach dem Dichter Friedrich von Schiller, sondern bereits im Mittelalter nach seiner schillernden Farbe benannt wurde.

 

Blanc de Noir

Dieser Wein wird direkt nach der Lese ausschließlich aus Rotweintrauben gekeltert. Er präsentiert sich farblich und geschmacklich als Weißwein

 
Sortenbeschreibungen Rotweine

 

Trollinger
In Württemberg ist der Trollinger die meistangebaute Rotweinsorte. Die bekömmlichen Weine haben sich zu einem "schwäbischen Nationalgetränk" entwickelt. Am wohlsten fühlen sich die Trollinger-Reben auf warmen Böden. Die späte Reife noch nach dem Riesling erfordert eine sehr gute Lage, die zudem möglichst frostfrei sein sollte.
Eine gewisse Restsüße verleiht den harmonischen Trinkweinen zusätzliche Süffigkeit. Weine höherer Prädikate sind selten. Die leichten, rassigen Weine benötigen keine mehrjährige Lagerung, sondern sind im Jahr nach der Ernte trinkreif. Ihr feinblumiger Duft verrät einen zarten Muskatton oder auch ein Wildkirschenaroma. Meist präsentieren sich die Weine im Glas in einem hellen Rot, in guten Jahren auch rubinrot. Zudem ist  der Verschnitt mit Lemberger weit verbreitet.
Dieser Konsumwein wird gerne zur deftigen Brotzeit genommen, passt aber auch gut zu einem Stück hellem Fleisch oder zu neutralem Frischkäse.

 

Lemberger
Die Lembergerrebe ist sehr anspruchsvoll in Bezug auf Lage, Klima und Boden. Die württembergische Spezialität erreicht in sehr guten Lagen Spitzenqualitäten.
Lemberger kommen in verschiedenen Varianten zum Weinkenner. Zum einen die leichteren, fruchtigen Tropfen, zum anderen - auf der Basis von Spät-  und Auslesequalitäten - die extrakt- und tanninreichen Rotweine. Meist sind die Weine intensiv schwarzrot.
Der leichte, fruchtige Lembergertyp eignet sich bestens zur Vesper und zur sommerlichen Grillparty. Gerbstoffbetonte Lemberger passen gut zu ländlichen Pasteten, Grillgerichten, dem schwäbischen Zwiebelrostbraten, kräftigem gebratenem Hausgeflügel, Wildgeflügel, intensiv schmeckendem Haarwild, Schmorbraten, Lamm, warmem Roastbeef, fettarmem Blauschimmelkäse, Lakekäse (Feta) und reifem Bergkäse.

 

Schwarzriesling
Bei Tisch ist diese Burgunderrebe eine interessante Alternative zum Spätburgunder. Das Anbaugebiet ist weitestgehend auf Württemberg beschränkt. Die Weine vom Schwarzriesling zeigen eine rubinrote bis ziegelrote Farbe, besitzen ein fruchtiges Aroma ähnlich dem des Spätburgunders und einen eher feingliedrigen Körper. Ausgebaut werden trockene, aber auch fruchtsüße Varianten. Das Angebot im Qualitätsweinbereich dominiert, daneben gibt es jedoch auch Kabinettweine und Spätlesen.
Passend zu allen Fleischgerichte vom Schwein oder vom Lamm und auch milde Käsesorten. Vielfach kann der Schwarzriesling bei Tisch alternativ zum Spätburgunder eingesetzt werden. 

 

Spätburgunder
Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Spätburgunder oder Pinot Noir unter den Rotweinen: Weine für gehobene Ansprüche. Die edle und sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Am besten gedeiht sie in sogenannten Rieslinglagen, also besten Lagen.
Spätburgunderweine schmecken vollmundig und samtig und haben ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Bei Barriqueweinen kommen Vanille-Zimt-Anklänge hinzu. Man unterscheidet den klassischen und den modernen Typ. Traditionell wurden die besten Spätburgunder aus hochreifen Trauben gewonnen, waren nicht sehr farbintensiv, mild, gerbstoffarm und von rostroter Farbe. Neben diesem klassischen Typ gewinnt der moderne Spätburgunder mit kräftigem Rot, mehr Gerbstoff, weniger Säure und häufig kurzer Lagerung im kleinen Eichenfass immer mehr an Bedeutung.
Ideal ist er für die kühlere Jahreszeit. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten oder Wild oder auch eine Käseplatte, in Auslesequalität auch als Aperitif. 

 

Dornfelder

Der Dornfelder zählt zu den jüngeren Württembergischen Weinsorten.

Es handelt sich um eine robuste, wenig anfällige Rebsorte. Die Trauben wachsen lockerbeerig und sind daher wenig fäulnisgefährdet. Die Rebe stellt höhere Ansprüche an den Boden; so begnügt sie sich ungern mit sandigen oder steinigen Standorten.

Die Sorte wird vornehmlich als trockener Rotwein, teilweise auch halbtrocken ausgebaut. Es gibt zwei unterschiedliche Ausbaustile. Der erste betont die intensiven Fruchtaromen  wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder und wird jung auf den Markt gebracht. So ist teilweise der neue Jahrgang bereits als Primeur zu kaufen. Andere Winzer bauen den Dornfelder im großen oder kleinen Holzfass (Barrique) aus, betonen mehr die Gerbstoffe und Struktur des Weins und nehmen die Fruchtaromen zurück. Meist handelt es sich um gehaltvolle, geschmeidige und harmonische Weine.
Dornfelder sind, wie andere kräftige Rotweine, natürlich ideal für die kühlere Jahreszeit, insbesondere, wenn sie etwas abgelagert sind. Sie passen dann auch zu kräftigem Braten, Wild oder Käse. Andererseits bereiten auch fruchtige Ausbauvarianten aus der letzten Ernte, im Sommer sogar leicht gekühlt, Trinkspaß.

 

Württemberg, eine vielfältige Anbauregion

Nirgendwo wachsen so viele Weinsorten auf einem so kleinen Raum wie bei uns in der Region. Im Rems-Murr-Kreis wird auf 1263 Hektar Wein angebaut. Das entspricht 10 % der Weinanbaufläche Baden-Württembergs. Angebaut werden zu zwei Dritteln Rot- und ein Drittel Weißweine.

Am besten Sie vertrauen Ihrem eigenen Geschmack und probieren bei einem Winzer oder einer Genossenschaft hier im Kreis die Weine, um so zu Ihrem individuellen Lieblingswein zu finden.